Samstag, 20. Februar 2016

Süßkartoffel – Polenta - Burger


Sylvester habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Burger gegessen. Der Lieblingsnachbar hatte sich in den Kopf gesetzt, des nächtens zu grillen und selbstgemachte Burger zu kredenzen. Für die fleischlose Fraktion wie mich gab es Burger mit Fisch. Boah wat lecker! Ich bin total angefixt.

Wer sich fragt, wie das sein kann, dass jemand sein Leben lang keinen Burger probiert, dem sei eine Erklärung angefügt. Während meine Freunde in Kindheitstagen das Burger - Angebot diverser Fastfood - Ketten zu schätzen lernten, hätten mich schon damals keine 10 Pferde dazu bringen können, auch nur zu probieren. Mein jugendlicher Vegetarismus änderte die Situation nicht im geringsten....


In den letzten Jahren hat sich das Angebot allerdings deutlich verändert. Abgesehen  davon, dass es an der Veggie - Front inzwischen eine super Auswahl gibt, geistern Bilder von Burgern durch die Welt, da läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Dementsprechend stieß die Sylvester - Idee auf viel Gegenliebe.

Heute gibt es keine Fisch- sondern Süßkartoffel - Patties - ja ganz recht, diese Phase ist noch nicht abgeschlossen - dazu kredenzen wir Kürbiskern - Bund.


Zutaten:
Salat
Tomaten

Zutaten für 6 Buns:
60 ml Milch
20 g Hefe
1 EL Rohrohrzucker
200 g 550er Mehl
50 g Roggenvollkornmehl
3/4 TL Salz
1 Ei
2 EL Kürbiskernöl
Etwa 20 ml Wasser

Zutaten für 6 Patties:
1 Süßkartoffel, etwa 450 g
50 g Parmesan
75 g Polenta
Paprikapulver
Rosmarin
Salz
Pfeffer
1/2 EL Olivenöl
Ghee zum anbraten

Zutaten für den Dip:
200 g Schmand
2 EL Ketchup
1 TL Senf
1 TL Agavendicksaft
Salz
Pfeffer
Paprika


Zubereitung:

Vorab ein kleiner Hinweis... die Patties sind sehr weich beim Braten, solltest du genügend Zeit haben, ist es von Vorteil, den Teig am Vortag zuzubereiten. Dann lassen sie sich leichter anbraten.

für die Buns
Für die Buns lauwarme Milch und Zucker vermengen. Hefe hineinbröseln. 10 Minuten ruhen lassen. Mehle und Salz mischen. Mulde hineindrücken. Vorteig, Ei, Öl und Wasser in die Mulde geben. Zu einem glatten Teig verkneten. Falls der Teig noch zu klitschig ist, etwas Mehl hinzufügen, ist er zu trocken, etwas Wasser zufügen. Etwa 1 Stunde ein einem warmen Ort gehen lassen.
Mehl auf die Arbeitsfläche streuen. Den Teig nochmals kneten und zu runden Buns formen. Unter einem trockenen Handtuch noch einmal etwa 30 Minuten gehen lassen. Ofen auf 190 Grad Ober - und Unterhitze vorheizen. Mit Wasser bestreichen. Mit Kürbiskernen bestreuen und etwa 14 bis 15 Minuten goldbraun backen. Falls sie zu dunkel werden zwischendurch mit Backpapier abdecken.

für die Patties:
Ofen auf 200 Grad Ober - und Unterhitze vorheizen. Süßkartoffel schälen und in Scheiben schneiden. Mit Öl einpinseln. Mit Salz, Pfeffer, Rosmarin und Paprikapulver würzen. 25 Minuten im heißen Ofen backen. Ofen ausschalten und noch etwa 5 Minuten im ausgeschaltetem Ofen belassen.

300 ml Wasser mit 1/2 TL Salz zum kochen bringen. Polenta einrühren, kurz aufkochen und quellen lassen. Parmesan reiben und unter die Polenta geben.

Die gebackenen Süßkartoffeln ein wenig abkühlen lassen. Mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken und zu der Polenta geben. Beides gründlich vermengen. Patties formen. Ghee in der Pfanne erhitzen und die Patties etwa 8 bis 10 Minuten anbraten. Dabei mehrmals wenden. Achtung, die Patties sind recht weich und müssen sehr vorsichtig gewendet werden.

für den Dip:
Für den Dip Schmand mit Ketchup, Agavendicksaft und Senf vermengen. Mit den Gewürzen abschmecken.

Alles fertig? Dann Salat und Tomaten waschen und alles zum selber zusammenstellen servieren.




Sonntag, 14. Februar 2016

Süßkartoffelsüppchen mit Edamame und Granatapfel


Ich habe immer so Phasen... Phasen in denen ich von einer bestimmten Sache nicht genug bekommen kann. Die können kurz sein oder auch mal länger dauern, je nachdem. Im Falle von Eis enden sie auch mal gar nicht...

Gerade ist Süßkartoffel - Phase. Die hält sich schon eine ganze Weile. Bestimmt ein halbes Jahr. Es gibt eigentlich jede Woche mindestens einmal im Ofen gebackene Süßkartoffeln, es gab auch schon Süßkartoffeln im Kuchen, in Pancakes und und und...

Heute gibt es die Süßkartoffel in einer Gemüsesuppe. Das Rezept steht schon eine Weile in der Warteschleife und als dann auch noch die Lieblingsnachbarin bemerkte es gäbe wenig Suppen hier bei Frau A., da musste ich doch kontern. Wo wir doch eigentlich recht häufig Suppen essen. Aber recht hat sie, ich habe das recherchiert, kaum Suppen hier....

Das Rezept stammt nicht von mir, sondern aus meinem derzeitigen Lieblingskochbuch "die grüne Küche auf Reisen". Wer des Öfteren hier vorbeischaut hat es vielleicht bemerkt... ja, auch das ist so eine Phase, die schon etwas länger anhält.
In diesem Falle habe das Rezept allerdings nicht eins zu eins nachgekocht, sondern es recht großzügig momentanen Vorlieben angepasst.


Die Zutaten:
1 EL Olivenöl
2 Schalotten
1 Stange Lauch
1 Knoblauchzehe
1 Stängel Zitronenthymian
4 Blättchen Salbei
1 Süßkartoffel etwa 400 g
600 g Kartoffeln
300 g Karotten
ein kleines Stückchen Ingwer, je nach Schärfebedarf
2 TL Zitronensaft
Salz
Pfeffer


Außerdem:
250 g Edamame
eine Hand voll Granatapfelkerne
2 EL Pinienkerne
Créma Di Balsamico


Zubereitung:
Edamame in kochendem Salzwasser etwa 6 Minuten kochen. Abgießen und abkühlen lassen, dann aus der Hülse drücken. Granatapfel entkernen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten.

Schalotten und Knoblauch schälen und fein würfeln. Den Lauch in feine Ringe schneiden. Kartoffeln, Süßkartoffel und Möhren schälen und würfeln. Zitronenthymian und Salbei waschen und trocken schütteln. Blättchen vom Zitronenthymian entfernen.
Öl in einem großen Topf erhitzen. Schalotte, Knoblauch, Lauch, Salbei und Zitronenthymian zugeben und kurz anbraten. Gemüse zugeben und kurz mit anbraten. Nun mit Wasser auffüllen, sodass das Gemüse gerade bedeckt ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ingwer reiben und hinzufügen. Etwa 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.




Vom Herd nehmen und pürieren. Zitronensaft zufügen, evtl. erneut mit Salz und Pfeffer abschmecken. In Schüsseln füllen und mit Granatapfel, Pinienkernen und Edamame anrichten. Mit etwas frischem Pfeffer und Créma die Balsamico garnieren und servieren.